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CHRONOLOGIE: Gießener Allgemeine vom 05.02.2003

Ungekürzter Originaltext von Rolf Beißner »  

RMV betreibt unseriöse Spielchen

    Nach den Plänen und Beschlüssen des RMV soll die Horlofftalbahn im Streckenabschnitt Hungen-Wölfersheim ab April 2003 stillgeLegt werden: Begründet wird dies mit mangelnder Rentabilität. Die Bürger, Kirchen, Gewerbetreibenden und Politiker in den betroffenen Landkreisen und Kommunen sind einhellig gegen die Stilllegung. Ihre Begründungen beziehen sich auf Umwelt- und infrastrukturelle Aspekte, die vor allem mit der Nutzung von Bildungs- und Arbeitsmarktangeboten südlich des Gießener Ostkreises, aber auch mit handfesten wirtschaftlichen Interessen innerhalb des Ostkreises zusammenhängen. Wo, fragt man sich da, liegt denn eigentlich das Problem? Schließlich ist der RMV ein Dienstleistungsunternehmen, das nach eigenem Bekunden angetreten ist, als Zusammenschluss von 15 Landkreisen, 11 Städten und dem Land Hessen, den Regionalverkehr in einem Gebiet, das drei Viertel von Hessen umfasst, zu organisieren.

    Das Problem liegt meines Erachtens darin, dass der RMV, statt die hehren Ziele umzusetzen, allerlei unseriöse Spielchen betreibt: Z. B. mit falschen Grundnetz- und Fahrgastzahlen operiert, z. B. eine Abbestellung der Strecke durch den Bund behauptet, der gemäß Frau Gleicke (Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium) überhaupt nicht zuständig ist, z. B. eine Zustimmung des Landkreises zum Stilllegungsbeschluss suggeriert, die von diesem laut Frau Elies (Kreisbeigeordnete) nicht gegeben wurde, z. B. einen vom Wetterauer Landkreis bestellten Triebwagen nicht einsetzt und sich mit der Lieferunfähigkeit der BLE (Butzbach-Licher-Eisenbahn) herausredet, und dass die Politiker, die doch alle für den Streckenerhalt votieren, sich das bieten lassen. Sie sollten sich jetzt nicht länger durch Warten auf das von RMV und WVG bestellte Gutachten paralysieren lassen, sondern zügig den Bürger- und Wählerwillen gegenüber Herrn Sparmann (Geschäftsführer des RMV, etc.) durchsetzen.

    Rolf Beißner, Hungen-Inheiden
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