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CHRONOLOGIE: Gießener Allgemeine vom 18.01.2003

    Zukunft der Horlofftalbahn: Info-Abend

    Diskussionsveranstaltung soll am 5. Februar stattfinden - Initiativgruppe tagte

    Hungen (dv). Der Termin für eine Informationsveranstaltung mit Diskussion zum Erhalt der Bahnlinie zwischen Hungen und Friedberg steht fest. Die Initiativgruppe aus Mitgliedern der Lokalen Agenda, aus Pendlern und Mitgliedern des Gewerbevereins haben sich auf den 5. Februar geeinigt. "Wir machen diese Veranstaltung nicht abhängig von den Wünschen des Herrn Sparmann", meinte der Moderator Stefan Kannwischer und erhielt allgemeine Zustimmung für diese Aussage.

    Sparmann, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), wollte eine Einladung nur annehmen, wenn er die Ergebnisse eines Gutachtens über die Strecke vorliegen habe. Dies sei aber erst Ende Februar. Für Petra Becker, die Vorsitzende von Pro Bahn & Bus, war dieser Termin zu spät. Sie sähe dann kaum mehr Chancen, die Schließung der Strecke, die für den 4. April geplant ist, zu vereiteln.

    Stadträtin Andrea Krüger berichtete, dass Bürgermeister Klaus Peter Weber zu diesem Podiumsgespräch einlädt und bereits Zusagen von Verkehrsdezernentin Dietlinde Elies, Petra Becker von Pro Bahn & Bus, Wilfrid Venerius vom Verkehrsverbund Gießen und Vertretern des Wetterauer Verkehrsverbundes habe. Offen steht noch, ob Rolf Gnadl, Landrat in der Wetterau und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des RMV, kommen wird.

    Es war das vierte Treffen der Gruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat, trotz ablehnender Haltung des RMV, den Versuch zu starten, die Strecke Hungen-Wölfersheim am Leben zu erhalten. "Mit dem neuen Fahrplan hat man den Pendlern, Schülern und Studenten, die zur Arbeitsstelle ins Rhein-Main-Gebiet müssen, zu weiterführenden Schulen nach Friedberg oder zur Uni nach Frankfurt einen gewaltigen Stein in den Weg gelegt", meinte einer der Pendler, der zwangsläufig wieder mit dem Auto zu seinem Arbeitsplatz fahren muss.

    Kritik wurde auch dahingehend geäußert, dass der RMV die Strecke über Jahre hinaus vernachlässigt habe. Außer einem neuen Triebwagen, an dem sich Hungen finanziell beteiligt habe, sei nichts getan worden, um die Strecke attraktiver zu machen. Ernst Spengel, der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher und einer der Befürworter der Strecke, kritisierte, dass sich die Hungener Mandatsträger sehr rar machten bei den Bemühungen um die Rettung der Strecke. Sie hätten doch einstimmig in der letzten Stadtverordnetensitzung dem Erhalt der Strecke zugestimmt.
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