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CHRONOLOGIE: Gießener Allgemeine vom 14.01.2003

    Täglich über 900 Pendler in Richtung Frankfurt

    Aktionsgruppe gegen Stilllegung der Horlofftalbahn informierte sich über Recherchen des Gewerbevereins Hungen

    Hungen (dv). 600 Hungener haben in Frankfurt ihren Arbeitsplatz, 330 sind in und um Friedberg beschäftigt. Dies sind Zahlen, die Horst Reichhardt, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Hungen, bei Recherchen über die Notwendigkeit einer schienengebundenen Verbindung von Hungen in die Mainmetrople ermittelt hat. Seit 2001 beschäftigt sich neben der lokalen Agendagruppe "zum Schutz der Atmosphäre" der Gewerbeverein mit der Problematik der Zuganbindung. Reichhardt sprach auf der letzten Versammlung der Aktionsgruppe zur Erhaltung der Bahnlinie Hungen-Friedberg. Auch er zeigte sich davon überzeugt, dass die Stilllegung der Strecke Hungen-Wölfersheim nicht nur negative Seiten für Pendler und Schüler habe, sondern auch für die wirtschaftliche Bedeutung Hungens.

    Zum dritten Mal hatte sich die Aktionsgruppe getroffen, um zu entscheiden, wie man dem Vorhaben des RMV entgegen wirken könne. Die beim letzten Mal vorgeschlagene Bürgerversammlung ist nach dem Gespräch des Stadtverordnetenvorstehers Reinhold Fritz mit dem Geschäftsführer des RMV, Volker Sparmann, nicht mehr akzeptabel. Sparmann erachtet einen Termin erst dann für sinnvoll, wenn das Gutachten über die Strecke vorliege, also Ende Februar. Dieser Termin sei viel zu spät, wenn die Bahnstrecke auf das Begehren des RMV am 4. April geschlossen werden sollte, war die allgemeine Meinung der Diskussionsrunde.

    Stadträtin Andrea Krüger teilte das Ergebnis aus einem Gespräch mit Bürgermeister Klaus Peter Weber mit. Demnach wäre er bereit, die Bürger zu einem Informationsabend einzuladen. Ein Termin konnte aber noch nicht genannt werden. Wolfgang Macht, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Hungen, berichtete von einem Gespräch mit Verkehrsdezernentin Dietlinde Elies. Diese sei bereit, eine Strategie zum Erhalt der Strecke mitzuentwickeln. Weiter machte er darauf aufmerksam, dass die Beschlussvorlage des RMV zur Schließung der Strecke zwischen Hungen und Wölfersheim aussage, dass dies nicht möglich sei, solange die Zustimmung der kommunalen Träger fehle. Auch erinnerte Macht ein weiteres Mal an die falsche Ermittlung der Fahrgastzahlen. Die vorliegenden Daten seien entstanden, als der RMV die Strecke Hungen - Friedberg auf die Strecke Hungen - Beienheim verkürzte und damit aus dem Grundnetz verdrängte und zur Nebenstrecke machte. Abschließend drehte sich die Diskussion um die Strategie, wie man Politiker nicht nur aus Hungen, sondern aus dem Ostkreis und der Wetterau, und Vertreter von RMV und WVG an einen Tisch bringen könne, um die Strecke Hungen-Wölfersheim zu erhalten. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, den 16. Januar im Kulturzentrum Am Zwenger.
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