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BÜRGERTREFF AM 05.02.2003: Worum geht's?

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    Stilllegung der Horlofftalbahn

    Erst Hungen - Wölfersheim
    dann Wölfersheim - Friedberg?

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    • nach den Plänen des RMV entfällt ab April 2003 die Hungener Bahnanbindung in das Rhein-Main-Gebiet.


    • Betroffen sind alle Tagespendler sowie Schüler weiterführender Schulen und Studenten von Fachhochschulen und Universitäten.


    • Höheres Verkehrsaufkommen auf der B 455 und A5 zu den Hauptverkehrszeiten führt zu noch mehr Staus.


    • Fallende Grundstückspreise und eine Wertminderung der Region Hungen als Einkaufs- und Wohnalternative sind unausweichlich.

    Das sind die Probleme, zu denen wir im Rahmen einer

    Informationsveranstaltung
    am 05. Februar 2003, 20 Uhr,
    in der Stadthalle Hungen


    akzeptable Lösungen erwarten. Wir bitten deshalb alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die nicht wollen, dass die Region Hungen vom Rhein-Main-Gebiet abgekoppelt wird, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

    Neben dem Magistrat der Stadt Hungen werden Vertreter des Gewerbevereins Hungen, des Landkreises Gießen sowie von Pro Bahn & Bus für Ihre Anliegen und Fragen zur Verfügung stehen.

    Je mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger erscheinen, desto nachdrücklicher können wir unsere Interessen vertreten. Bitte helfen Sie deshalb mit Ihrer Anwesenheit, die drohende Streckenschließung doch noch zu stoppen.

    Abriss der Ereignisse:

    • Bis Anfang der 90er Jahre wurde das Angebot unter der Ägide der Deutschen Bundesbahn stetig reduziert. Im Fahrplanjahr 1993/1994 fuhren täglich nur noch 7 Züge zwischen Hungen und Beienheim.


    • Mit der Umsetzung des sogenannten "Verzehrmodells", einer Vereinbarung zwischen Bundesbahn, Land Hessen und den Anliegerkreisen/-gemeinden kam es ab dem Fahrplanjahr 1994/1995 zu erheblichen Verbesserungen im Zugangebot. An der viel zu geringen Streckengeschwindigkeit von nur 50 km/h und dem Umsteigezwang in Beienheim änderte sich jedoch nichts.


    • Start des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) in 1995. Einführung eines neuen Tarifsystems. Konsequenz: Preissteigerungen der Zugtickets um bis zu 60% auf der Verbindung Hungen - Friedberg. Verlust von Fahrgästen, die das verbesserte Zugangebot gerade erst angelockt hatte. Erst ein Jahr später wurde die Tariferhöhung nach Protesten wieder zurückgenommen.


    • Ab dem Fahrplanjahr 1998/1999 Übernahme von 75 % (ca. 600.000 - 700.000 ) der Betriebskosten durch den RMV nach Ablauf des "Verzehrmodells". 25 % dieser Kosten übernehmen die Landkreise Wetterau (ca. 140.000 ) und Gießen (62.000 - 105.000 ).


    • Im November 2001 mehrheitlicher Beschluss des RMV-Aufsichtsrates zur Stilllegung des Schienenverkehrs auf der Bahnlinie Hungen - Friedberg gegen das Votum der Landkreise Gießen und Wetterau unter dem Vorbehalt der Zustimmung der lokalen Gremien (Kreistage Gießen und Wetterau).


    • Nach Protesten durch den Kreis Gießen und der Stadt Hungen sowie dem Fahrgastverband Pro Bahn & Bus, versucht der RMV argumentativ nachzulegen: "Die Strecke Hungen - Friedberg sei ab 2002 nicht mehr Bestandteil des vom Bund definierten Grundnetzes. Die dortigen Fahrgastzahlen würden den Mindestwert von 500 Reisendenkilometer unterschreiten. Da die Erzielung dieses Mindestwertes jedoch die notwendige Bedingung zum Erhalt von Bundesmitteln sei, könne der RMV, selber knapp bei Kasse, die Betriebskosten hierfür nicht mehr finanzieren".


    • Nach Recherchen von Pro Bahn & Bus stellt sich der vom RMV dargestellte Sachverhalt jedoch anders dar. Im Zuge der Definition dieses Grundnetzes hatte die Deutsche Bahn AG vor 2001 u. a. auch die Fahrgastzahlen der Strecke Hungen - Friedberg untersucht. Man erhob jedoch damals die Fahrgastzahlen von Hungen nur bis Beienheim. Die Fahrgastzahlen der aus Richtung Hungen/Wölfersheim kommenden Züge wurden der Bahnstrecke Nidda - Friedberg zugeschlagen! Bei Berücksichtigung dieser Fahrgäste wäre die Bahnstrecke Hungen - Friedberg mit deutlich über 500 Reisendenkilometer heute eindeutig Bestandteil des Grundnetzes!


    • Obwohl mit den Recherchen von Pro Bahn & Bus konfrontiert, hält der RMV nach wie vor die gegenteilige Behauptung aufrecht! Er verwendet diese insbesondere gegenüber den Entscheidern in den kommunalen Kreisgremien, verbunden mit der Aussage, die Kreise Gießen und Wetterau müssen daraus folgend den Schienenverkehr auf dem Abschnitt Wölfersheim - Hungen selber finanzieren!


    • Dies darf sich unsere Region nicht gefallen lassen! Es kann nicht sein, dass der RMV die Bahnverbindung Hungen - Friedberg auf der Grundlage einer fehlerhaften Fahrgasterhebung aus dem Grundangebot boxt und dem gesamten Ostkreis Gießen damit seine wirtschaftlich dringend notwendige direkte Schienenanbindung in das Rhein-Main-Gebiet kappt!
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