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CHRONOLOGIE: 26.03.2003, Eckhard Wolf: Vergleich von Bahn und Bus

Eindeutige Vorteile für die Bahn

Der Bus ist keine Alternative!

    Der RMV preist als Ersatz für die Schienenstrecke zwischen Wölfersheim und Hungen den Bus an. Nach einer Untersuchung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie wechseln bei einer Einstellung des Personenzugverkehrs lediglich etwa 50 % der Fahrgäste zum Bus, die restlichen 50 % gehen dem ÖPNV verloren und wandern größtenteils zum Individualverkehr (Auto) ab. Weshalb ist das so?

    Der Zug ist das bequemere Verkehrsmittel
    Schienengebundene Verkehrsmittel erfordern eine verwindungssteife Konstruktion. Die Kombination von Fahrweg (Schiene) und solchermaßen konstruiertem Fahrzeug (Trieb- oder Reisezugwagen) ergibt ein ruhigeres Fahrverhalten auch bei höheren Geschwindigkeiten und in Kurven.
    Gegenüber dem Bus weist der Zug wesentlich großzügigere Platzverhältnisse auf. Lesen und Schlafen sind im Zug die Standardbeschäftigungen der Reisenden, im Bus werden sie zur Qual. Auch Gepäck-, Kinderwagen- und Fahrradmitnahme ist im Zug unproblematisch, im Bus dagegen schwierig bis unmöglich.

    Der Zug ist das schnellere und pünktlichere Verkehrsmittel
    Der entscheidende Nachteil des Busses: Er bewegt sich auf der Straße und ist damit allen Nachteilen des Individualverkehrs ausgeliefert. Er steht vollbesetzt mit 50 Reisenden genauso im Stau wie der PKW mit nur einem Insassen. Alle besonders den Autofahrern bekannten Eigenarten der Straße wirken sich auch auf den Bus aus. Dazu gehört z. B. die Anfälligkeit bei witterungsbedingten Störungen wie Nebel, Eis und Schnee.
    Der Zug dagegen benutzt einen vom Individualverkehr völlig unabhängigen Verkehrsweg und kann daher gerade bei widrigen Witterungsverhältnissen seine systembedingten Pluspunkte voll ausspielen.

    Der Zug ist das sicherere Verkehrsmittel
    Alle Unfallstatistiken belegen es: Am sichersten fährt man mit dem Zug. Dieser hohe Sicherheitsstandard ist das Ergebnis von spurgeführtem Verkehrsmittel und signalgesteuertem Betrieb.
    Vom hohen Unfallrisiko in überfüllten Schülerbussen ist täglich in den Zeitungen zu lesen.

    Der Bus ist das beweglichere Verkehrsmittel
    Der Bus kann und muss seine Vorteile als Zubringer zur Schiene und nicht als dessen Konkurrenz ausspielen. Die größere Flexibilität des Busses wird zweckmäßigerweise für Zubringerdienste zur Schiene genutzt. Er bringt die Fahrgäste, die nicht in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof wohnen, zum Zug.

    Fazit: Der Bus ist kein Ersatz für die vorhandenen, kreuzungsfreien und vom Individualverkehr unabhängigen Schienenverkehrswege!
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