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CHRONOLOGIE: Brief an Wilfrid Venerius (VVG) von Dr. Monika Gramatte vom 11.02.2003

    Dr. Monika Gramatte
    Eckgasse 15
    61200 Wohnbach
    Tel.: 06036/5506
    E-mail: gramatte-wohnbach@t-online.de

    Geschäftsführer des V.V.G
    Herr Wilfrid Venerius
    Neuenweg 5
    35390 Gießen

    Horlofftalbahn (Linie 31) - Einladung

    Sehr geehrter Herr Venerius,
    ich möchte Sie einladen, uns einmal zu besuchen und mein 10-jähriges Kind auf dem Weg mit dem RMV zum nächstgelegenen Gymnasium in Friedberg zu begleiten. Bestimmt findet sich auch eine Familie aus dem nur 1,5 km entfernten Nachbarort Hungen-Obbornhofen, deren Kind Sie zum Gymnasium nach Bad Nauheim und nach 6 Schulstunden auch zurück begleiten dürfen. Das ist noch spannender und interessanter für Sie. Sie können gerne am Vorabend anreisen und bei uns übernachten, damit Sie nicht ganz so früh aufstehen müssen. Ich würde Sie auch gerne mit dem PKW abholen, falls Sie normalerweise nur öffentliche Verkehrsmittel benutzen und kein Auto besitzen, damit Sie nicht schon bei der Anreise viel von Ihrer kostbaren Zeit vergeuden.

    Wenn Sie sich aber nicht für den anstrengenden Weg der Schüler interessieren, können Sie auch gerne meinen Mann nach Neu-Isenburg begleiten. Ich bitte Sie aber schon jetzt zu entschuldigen, dass er nicht ab Wohnbach mit dem RMV fährt, sondern mit unserem alten, kleinen Zweitwagen um 5.55 Uhr ab Wohnbach nach Friedberg. Ich bitte Sie auch um Verständnis, dass Sie dann mit unserer kleinen Rappelkiste mitfahren müssen und vielleicht von Friedberg bis Frankfurt keinen Sitzplatz im Zug bekommen. Auch einen Sitzplatz von Frankfurt nach Neu-Isenburg haben mein Mann und viele andere nicht sicher. Gedrängtes Stehen ist insbesondere auch auf der Rückfahrt angesagt, nachdem mein Mann das Büro um 17.00 Uhr verlassen hat und in Frankfurt bangt oder rennt, dass er den Anschlusszug bekommt. Ich wünsche Ihnen aber, dass an dem Tag alles gut läuft, und Sie um ca. 18.20 in Friedberg ankommen. Vielleicht steigen Sie dann auch gerne in die Rappelkiste (garantierter Sitzplatz für Sie), mit der Sie um 18.40 Uhr in Wohnbach ankommen, falls Sie nicht wieder in Dorheim im Stau stehen.

    Vielleicht wundern Sie sich am Ende eines solchen Tages, warum überhaupt Menschen aus dem Ostkreis Gießen und der Gemeinde Wölfersheim Fahrkarten des RMV gekauft haben, der weder ausreichend Sitzplätze noch ausreichende Takte und sichere Anbindungen anbietet. Vielleicht fragen Sie sich sogar, wie kann man sich das antun, und vor allem auch wie kann man das seinen Kindern antun?

    Trotzdem würden wir gerne unseren Zweitwagen abschaffen. Bei einem guten Angebot würde mein Mann, wie viele andere, gerne ab Wohnort mit dem RMV zur Arbeitsstelle fahren.

    Auch ich würde lieber mit dem ÖPNV als mit dem Auto nach Friedberg fahren, um einzukaufen, auf die Bank, zur Post, zum Finanzamt, zum Arzt usw. zu gehen. Aber wenn ich nicht bereits um 6.44 Uhr mit meiner Tochter oder sogar erst nachmittags fahren möchte, sind die Anbindungen noch miserabeler und so unregelmäßig, dass man sie mit dem besten Willen kaum nutzen kann.

    Leider konnte ich Ihnen also am Mittwoch den 5.2.03 auf dem Infoabend in Hungen keine RMV-Fahrkarte zeigen, da ich wegen des schlechten Angebots den ÖPNV nur sehr unregelmäßig nutzen kann. Ich bitte dafür um Verständnis.

    Vielleicht verstehen Sie nun die Empörung der meisten Anwesenden am Infoabend in Hungen, als Sie dazu aufforderten, die Fahrkarten zu zeigen.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie diese Einladung an Herrn Volker Sparmann weiterleiten oder beide gemeinsam die Einladung wahrnehmen. Vielleicht reagiert Herr Sparmann ja auf eine Einladung, wenn diese durch Sie übermittelt wird.

    Diesen Brief werde ich auch an die Zeitungen der Region senden.

    Ich bitte um Bestätigung der Kenntnisnahme dieses Schreibens bzw. um kurze Stellungnahme oder Mitteilung eines Termins, an dem Sie die Einladung wahrnehmen möchten.

    Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Monika Gramatte
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